Natura Morta, 2016 von Ina Sistig
Format 60 x 90 cm
Fotografie auf Fotopapier (seidenmatt)
gerahmt im Barockrahmen

Der durchschnittliche Fleischkonsum der Deutschen ist viel zu hoch. Das ist sowohl aus ethischen als auch aus gesundheitlichen, ökologischen und ökonomischen Gründen fragwürdig.

Ein wesentlicher Grund für den zu hohen Fleisch-konsum in Deutschland ist die fehlende Wertschätzung für das tierische, ressourcenintensiv hergestellte Produkt. Dieses Missverhältnis wird in der Arbeit »Natura Morta« aufgegriffen, indem lieblos verpacktes Billigfleisch fotografisch als Bestandteil klassischer Stilleben inszeniert wird. Diese Irritation visualisiert die Absurdität dieser Ernährungsgewohnheiten. Die museal inszenierten Bilder spiegeln das Aufgeben von Qualität, Werten und Tradition:

Für uns ist heute Ramsch, was früher wertig und besonderen Anlässen vorbehalten war. Dabei richtet sich die Arbeit insbesondere an die bildungsbürgerliche Mittelschicht, die viel Wert auf Qualität und Kultur legt – aber ihr Fleisch trotzdem gern so billig wie möglich einkauft.